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Goldener Oktober bei den Jakobspilgerinnen

Neun Frauen vom Talheimer Frauenkreis pilgerten am 18. Oktober 2014 mit Hannes Reis und Horst Bendix von Jungingen nach Rangendingen

Immer mehr Menschen ziehen los, um beim Pilgern einen Weg zu sich selbst zu finden, so auch die sportlichen Frauen vom Talheimer Frauenkreis, die schon letztes Jahr ein Stück des Hohenzollerischen Jakobsweges von Schlatt nach Jungingen hinter sich brachten.

Herzlich war die Begrüßung durch den Vorsitzenden der Hohenzollerischen Jakobusgesellschaft, Hannes Reis, beim eisernen Jakobuspilger mit Torbogen unterhalb der Junginger Wallfahrtskirche, denn die meisten Pilgerinnen kannten sich bereits durch die wöchentlichen Treffen.

Von Bisingen und Grosselfingen stießen ebenso Pilgerinnen hinzu, die freundschaftlich mit den Talheimer Frauen verbunden sind, für die Pilgern ein Stück weit Ballast abwerfen bedeutete, aber auch für die anderen.

Das Naturwunder war einfach an diesem Tag, dass es so schönes Wetter gab: Blauer Himmel, angenehme Temperaturen, gerade so wie man sich den Sommer vorstellt: „Goldener Oktober“ im wahrsten Sinne des Wortes.

Eine Markierung auf dem Weg zu Gott möchte man die drei Pilgersteine auf dem Hohenzollerischen Jakobsweg in Jungingen, Hechingen und Rangendingen bezeichnen, die im Juli der Öffentlichkeit übergeben wurden. Der gelbe Pfeil weist den Weg zu Gott, und über diese Pilgersteine ist die Gesellschaft mächtig stolz, wie Horst Bendix betonte, und die man beim Pilgern in Augenschein nehmen konnte.

Ein weiterer Punkt, an dem man Halt machte, war die barocke St-Luzen-Kirche in Hechingen, die aus dem 14. Jahrhundert stammt, und ehemals dem Heiligen Franziskus geweiht war und franziskanische Mönche beherbergte.

Ein Blick ins Innere der Kirche belohnte die Pilger allemal. Auch der Leidensweg Jesus Christi auf dem Kalvarienberg war für die Talheimer Frauen neu. Hierbei streute Hannes Reis einen Meditationsgedanken ein, der gerne aufgenommen wurde.

Durch die Hechinger Unterstadt gelangte man am Sportzentrum „Weiherstadion“ in die Gefilde von Hechingen-Stein, und von dort auf den Radweg, der nach Rangendingen führt. Zuvor kehrten die Frauen in sich, als bei der Brücke, die zur St.-Markus-Kirche führt, der Meditationsgedanke „Begegnung“ noch einmal anregte. Die Frauen legten ein höllisches Tempo vor, und dann war man im Gasthaus „Rössle“ in Rangendingen angekommen. Die Uhr schlug halb sechs.

Bei reich gedecktem Tisch ließ man die Pilgerwanderung ausklingen, und die aufmerksame Wirtin Erika Heck, die ebenfalls Sympathisant bei der HJG ist, ließ durch einen bekömmlichen Birnenschnaps die Freundschaft weiter aufleben.

Nächstes Jahr wollen die Talheimer Frauen in Richtung Burladingen pilgern, und darauf freut man sich schon heute.

Horst Bendix 23.10.14

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